Lebendig begraben
Dein Wesen zerbröckelt vor meinen Augen
jeder Baustein von dir, ein luftleerer
Raum
deine heilige Welt - Religion ohne
Glauben
ich seh dort so Viele, nur dich, seh ich
kaum.
Ein Reich ohne Türen, das ist wohl das
deine
geschlossene Mauern verfinstern die
Sicht
und hörst du auch Stimmen, du bist
dort alleine
wenn die Lüge versiegt, kommt die
Wahrheit ans Licht.
Gefangen im Schein, deiner Existenz
versuchst du, den Sinn des Lebens zu
knüpfen
erschleichst dir Gehör, beim Hofstaat
Audienz
um dem König gewiss durch die Finger
zu schlüpfen.
Besinne dich Mensch, vergib dir und
jenen
die dir den Schädel gespalten haben
geh in dich und folg' dem Pulsieren der
Venen
begegne den Ängsten, um sie zu
vergraben!
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