Wie stumme Wächter bewachen wir
uns're Person vor der eigenen Tür.
Mit Nägeln verseh'n, wundert’s uns dann
warum man sich nicht mehr bewegen kann.
Die Welt als ein Großes zu sehen
ist ein Fehler in uns’rer Datei.
Sie ist nur ein Teil der Funktion
Eins und Eins war noch niemals Zwei.
Erdrückt durch erfund’ne Gebote
wird der Eingang zur täglichen Pforte,
stets durch uns selber versperrt
denn wir denken verkehrt!
Jeder von uns hat schon einmal gesagt
nur ein Rad im Getriebe zu sein.
Kopflos jedoch, denn sonst wäre uns klar
auch der Motor des Ganzen zu sein.
So viele Wünsche begleiten uns
dessen Dasein wir ignorieren
richtungsweisende Träume
belachen wir: „Alles nur Schäume“!
Wer spricht, wenn Gedanken uns führen?
Welcher Formel versuchen wir zu folgen?
Wann haben wir damit angefangen
unser Leben so zu vergeuden?
Wenn Stille unser Wesen erfasst,
wessen Stimme hören wir dann?
Ist es Licht, wenn die Sonne ins Zimmer scheint
oder machen wir es von innen an?
Wer weiß, wie tief es in uns geht
ist' dort nicht auch unendlich?
Wer von uns kann ehrlich behaupten:
"ich weiß, wer ich bin"
und kennt sich?
und kennt sich?
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen